Der große Hype um die Facebook-Alternative Ello

Das private Social Network Ello, verzeichnet momentan 4.000 Neuanmeldungen pro Stunde, obwohl es sich noch im Beta-Status befindet. Vor allem in den USA, wo in den letzten zwei Wochen etliche große Medien über das Netzwerk berichteten, explodierten die Nutzerzahlen. Nicht nur durch die Einfachheit und das äußerst schlichte Design der Plattform, unterscheidet es sich stark von seinen Konkurrenten, sondern auch in der Interkation der Nutzer, die lediglich über Kommentare erfolgt.

Bisher soll es sich bei den Anmeldungen vorwiegend um frustrierte Facebook Nutzer handeln, dessen Profile aufgrund von falschen Namen bzw. von Künstlernamen gelöscht worden sind. Denn im Gegensatz zur Konkurrenz, sind bei Ello keine Klarnamen erforderlich. Zusätzlich lockt Ello viele der ehemaligen Facebook Nutzer, mit dem Versprechen, dass die Plattform kosten- und werbefrei bleibt und die Nutzerdaten nicht verkauft werden. Das zieht natürlich auch andere Neugierige an.

Einnahmen sollen laut der Gründer, ausschließlich über On-Site-Verkäufe und durch kostenpflichtige, optionale Zusatzfeatures generiert werden. Zuletzt wurde allerdings bekannt, dass die Plattform durch Venture-Kapital in Höhe von 435.000 US-Dollar finanziert wurde. Inwieweit es möglich ist, diese Summe aus lediglich On-Site-Verkäufen zu erwirtschaften, bleibt fraglich. Bei einem Misserfolg, besteht für die Gründer zudem so immer die Möglichkeit, die Plattform an einen externen Investor zu verkaufen. Viele Nutzer befürchten daher, dass damit sämtliche Zusicherungen der Gründer an die Nutzer, nicht mehr sichergestellt werden könnten.