Geschichten erzählen anstatt Call-to-Actions

Die Anzeigen auf Facebook werden von den meisten Nutzern als nervig und aufdringlich empfunden. So findet man im Newsfeed hauptsächlich nur langweilige Call-to-Actions, die für ein Newsletter-Abo oder ein neues Aktionsangebot werben. Es geht aber auch anders. Die Zukunft der Werbung auf Facebook liegt im Storytelling, so die Studie von Adaptly.

In der aktuellen Studie von der US-amerikanischen Social Media Technology Agentur Adaptly führte man ein Experiment für die Mode- und Lifestyle Website Refinery29 durch. Im Rahmen der Studie verglich man die Anmeldezahlen für den Newsletter von Refinery29, nach dem Ablauf von zwei unterschiedlichen Kampagnen. Neben den klassischen Call-to-Action-Anzeigen, startete man zusätzlich eine Kampagne mit den Storytelling-Anzeigen. Diese bestanden aus drei nacheinander folgenden Anzeigen, die eine kleine Geschichte erzählten. Adaptly stellte fest, dass die Storytelling-Anzeigen eine größere Wirkung auf die Kunden hatten als die Call-to-Actions. Vor allem die Facebook-Nutzer, die alle drei Storytelling-Anzeigen gesehen hatten, entschieden sich demzufolge für den Newsletter. Die Anzahl der Abonnenten erhöhte sich um 56% und die Landingpage gewann 87% mehr Besucher. Laut den Ergebnissen erweckte bereits eine der drei narrativen Anzeigen ein größeres Interesse für die Landing Page und das E-Mail-Abo als die Standardanzeigen.

Sollte man dann ab sofort nur kurze Stories in den Anzeigen erzählen? Nein. Die Call-to-Actions können auch weiterhin benutzt werden. Wer aber dem Storytelling mehr Platz in den Anzeigen einräumt, könnte durchaus mehr Erfolg verbuchen. Denn spannende Inhalte tragen zu einer nachhaltigen Kundengewinnung bei.