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Zum Hype um Social Audio: Wird das ein nachhaltiger Trend? Mit PodCast #1

Der Launch der App Clubhouse Anfang Januar 2021 schreibt die Geschichte einer erfolgreichen Produkteinführung wie aus dem Lehrbuch.

Zum einen war der Zeitpunkt – mitten in der Pandemiezeit – eine Art historischer Glücksfall: isolationsmüde Menschen suchen neue Kontakte und Gespräche, welche die gleichen Interessen und Themen teilen. Ausschweifende Audiowelten mit einer Rezeptur zum Zeittotschlagen und einer guten Prise Spontanität – genau das bot Clubhouse seinen Nutzern zum Zeitpunkt des Launches.

Dazu alle erdenklichen Arten von Themen – von Politik, Ernährung, Musik, Kunst, Autos, Liebeskummer bis zu Themen von Tierliebe, Esoterik oder Promiklatsch. Nicht wenige Gespräche zogen sich bis spät in die Nacht.

 

Ein wichtiger Bestandteil des Hypes war, dass alle Interessenten nur über Empfehlungsmarketing Zugang zu der App erhielten.

Darüber wurden nicht nur Begehrlichkeiten geschaffen (FoMO = fear of missing out), sondern auch sogleich positive Erlebnisse für die neuen Nutzer.

Denn jeder, der eingeladen wurde, bewegte sich automatisch in seiner eigenen Social-Media-Peer-Group – Anschlussschwierigkeiten waren damit ausgeschlossen.

Bessere Zutaten für einen gebackenen Erfolg gibt es kaum.

Ein Hype ist aber per Definition nichts Dauerhaftes. Daher ist die Frage völlig berechtigt, ob wir das Thema Clubhouse bald schon wieder wegpacken können?

Hacken dahinter und erledigt? Nein. Gleich an dieser Stelle die Prognose: das geht nicht wieder weg. Live-Chat-Formate werden bleiben, Social Audio wird sich weiter entwickeln.

Neue Audio-Formate – am besten handsfree – werden unsere neuen Alltagsbegleiter. Denn, auch wenn es niemandem bewusst war, darauf hat die Welt gewartet.

Nicht nur, dass Facebook und Twitter mit eigenen Social-Audio-Formaten für ihre Nutzer nachziehen, Social Audio bestätigt eine Entwicklung, die sich bereits seit vielen Jahren abzeichnet. Das fängt an bei den Kommunikationsgewohnheiten der Generation Z: Nachrichten tippen oder gar lesen? Vollkommen überwertet.

Sprechen und hören geht schneller und nimmt der Sache außerdem den Ernst. Das passt zum Lebensgefühl: schneller, bunter, unverfänglicher. Hinzu kommt: zu keinem Zeitpunkt waren die Voraussetzungen, Inhalte zu produzieren und zu verbreiten so niedrig wie mit Social Audio.

Im Gegensatz zu Instagram und Youtube muss man nicht mal gut aussehen. Wer außerdem schon seit Jahren Kulturschaffenden, Politikern oder Experten auf Social Media folgt und damit teilhat an privaten Bildern und Gedanken, hat auch keine Hemmungen mehr, mit diesen Personen zu diskutieren.

Dazu lädt Social Audio ein. Applaudieren, Fragen stellen, Gegenreden – der Austausch mit Prominenten ist niedrigschwellig geworden. Auch das ist etwas, was das neue Format bietet.

Wenn Social Audio aber ein dauerhafter Trend oder gar ein Standardformat wird, stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten bietet das Unternehmen für Online-Marketing?

Dazu im Folgenden unser Interview mit Simon Boé, Geschäftsführer von onehundreddigital.

 

Über uns

Christina Eulgem ist Gründerin und Geschäftsführerin von markengold PR. Sie ist spezialisiert auf Themen rund um PR für die Branchen Immobilien, Touristik, Energy, Bildung und Politik. Seit gut 20 Jahren betreut sie das Thema Digitalisierung – im Sinne von disruptiven Geschäftsideen von Startups aber auch digitaler Entwicklung für den deutschen Mittelstand.
Simon Boé, Geschäftsführer der Berliner Agentur onehundreddigital, ist seit über 20 Jahren in der Welt des Online Marketings zu Hause. Seine bereits 1999 gegründete Agentur bietet nicht nur Kunden aus Berlin bzw. Deutschland, sondern auch international umfassende Beratungs- und Serviceleistungen rund um Online-Marketing. onehundreddigital steht für 100% digitale strategische Beratung.