Ranking-Faktoren für Google Deutschland

Studie „SEO Ranking-Faktoren und Rang-Korrelationen 2014“ von Searchmetrics

Erfolgreiches SEO setzt ein gutes Wissen über die Ranking-Faktoren von Google voraus. In der umfangreichen Studie „SEO Ranking-Faktoren und Rang-Korrelationen 2014“ von Searchmetrics werden diverse Ranking-Faktoren von Google Deutschland definiert und bewertet. Dieses Jahr wurden die Top 10.000 Suchbegriffe des Suchmaschinenriesens nach Suchvolumen analysiert. Dabei wurden nur die Suchergebnisse berücksichtigt, die als „informationsorientiert“ gelten. Die Ergebnisse der Studie umfassen sechs wichtige Kategorien: Onpage Technik und Content, Backlinks, Social Signals, den Brand-Faktor und User-Traffic-Signale.

Ranking-Faktoren: Onpage

Zweifelsohne ist eine saubere technische Performance einer Seite ein absolutes Muss für ein gutes Ranking. Solche Faktoren wie Seiteninformationsarchitektur, gute interne Verlinkung, kurze Ladezeit und die Existenz aller relevanten Meta-Tags bleiben enorm wichtig für das SEO.
Eine zentrale Bedeutung hat aber auch der qualitative Content der Webseite. Besonders wichtig sind kontextorientierte Inhalte – mit größerem Textumfang unter Verwendung relevanter Terme. Was Keyword-Faktoren angeht, spielen Content-Cluster, bzw. Topics um Keywords, eine größere Rolle als einzelne Keywords. Adlinks wirken sich dagegen sogar negativ auf das Ranking aus. Im Gegensatz dazu reichern Bilder und Videos den Content an und sorgen für ein gutes Ranking. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Content angeboten wird. Denn viel ist nicht immer auch gut. Im Fokus sollten vor allem Benutzerfreundlichkeit und Relevanz stehen.

Ranking-Faktoren: Backlinks

Zu anderen wichtigen Ranking-Faktoren zählen ebenso die Quantität und die Qualität von Backlinks. Hier sollte man am besten einen Mix aus unterschiedlichen Links anstreben. Vorteilhaft ist eine ausgewogene Homepage-Deeplink-Verteilung. Eine Verlinkung der Domain mit dem Domainnamen und/oder dem Brand-Namen ist einem Backlink mit spezifischen Keywords vorzuziehen. Diese Backlinks haben laut der Studie keine große Auswirkung mehr auf das Ranking. Auch ist in den letzten Jahren die Anzahl solcher Backlinks beträchtlich zurückgegangen.

Ranking-Faktoren: Social Signals, Brand-Faktor und User-Traffic-Signale

Interessant ist, dass u.a. Ranking-Faktoren wie Social Signals in ihrem Einfluss auf das Ranking etwas überbewertet sind. Laut der Studie lässt sich hier eine leichte Stagnation feststellen. Nichtsdestotrotz ist die Bedeutung von Social Signals nicht zu unterschätzen. Social Signals stimmen am stärksten mit einem guten Ranking überein. Denn Shares auf Facebook und Google+, aber auch Tweets, sind in erster Rolle ein Zeichen für guten Content. Zwar wird von Google betont, dass Social Signals nicht als Ranking-Faktor herangezogen werden, dennoch weisen besser rankende Websites deutlich mehr Shares und Tweets als schlechter positionierte Seiten auf.

Dagegen hat z.B. der Brand-Faktor wesentlich mehr Einfluss auf das Ranking. Denn den Marken wird bei der Google-Suche öfter eine Sonderrolle zugeschrieben. Auch wenn bestimmte Kriterien von den Webseiten bekannter Brands nicht erfüllt werden, werden diese auf den vorderen Positionen unter den Suchergebnissen angezeigt. Einen großen Einfluss auf die Ranking-Verteilung hat in dieser Hinsicht Wikipedia.

Als weitere Qualitätssignale für das Ranking definiert Searchmetrics solche User-Traffic-Signale wie „Click-Through-Rate“, „Time-on-Site” und “Bounce rate”.

Fazit

Suchmaschinen bewerten Internetseiten nach Thema und Relevanz. Doch auch andere spezifische Einflussfaktoren sind für die Reihenfolge der Suchergebnisse maßgebend. Obgleich man die Ranking-Faktoren bewerten und interpretieren kann, ist eine solche Analyse immer lückenhaft. Denn es bleibt letztendlich immer eine Interpretation der Daten.